B.A.T. (Behavior Adjustment Training)

B.A.T. ist als eine Denkweise, eine Einstellung zu sehen, die den Umgang mit Ihrem Hund tiefgreifend verändern wird, wenn Sie sich darauf einlassen. Grisha Stewart entwickelte die Trainingsansätze, die aus dieser Denkweise entstehen zu einem schlüssigen "runden" Konzept, das die Verhaltensveränderung der Hunde stressfrei herbeibringt. Gerade Verhaltensweisen, die aus Angst, Unsicherheit, Frustration und Aggression entstehen, können nachhaltig verändert werden, und zwar durch ein "Mitspracherecht" der Lernenden. Selbstverstädnlich wird dabei vorausgesetzt, dass das körperliche und psychische Wohlbefinden des Hundes im Lot ist. Auch wenn diese Vorgehensweise leise und zurückhaltend ist, kann auch heftiges, starkes und großes und dadurch natürlich sehr belastendes Verhalten sehr gut beeinflusst werden. Zur Zeit gibt es kaum offizielle zertifizierte BAT Instruktoren in Europa (cBATi). Ich bin sehr dankbar dazu zu gehören, denn B.A.T. hat nicht nur mein Leben mit einem reaktiven Hund verändert, sondern mein Training in vielen Hinsichten grundlegend verändert. 

Durch das B.A.T. Training lernt der Hund selber andere - für Hunde sehr natürliche - Strategien (wieder) zu entdecken. Der mensch lernt die eigentliche Bedürfnisse seines Hundes zu verstehen und seine kleinen Körperzeichen besser zu beobachten und darauf ein zu gehen. Es geht um Kommunikation, Verständnis und freie Entscheidungen. Das Gegenteil von Drill und Bevormundung, auch wenn es noch so nett gemeint und trainiert  ist.

Wer auf der Suche nach einem weiteren "Trainingsinstrument" ist, oder einfach noch ein zusätzliches "Tool" zu seiner Trainingspallette addieren möchte, wird mit B.A.T. zwar auch seine wunderbaren A-Ha Momente erleben können, aber die Philosophie, in der Selbstwirksamkeit, Zeit und Distanz zentral steht, nicht so wirksam umsetzen, wie sie gedacht ist. Mit Mischtechniken werden Hunde nach wie vor sehr abhängig von unserer Hilfe gemacht.

Das Prinzip

Durch die Möglichkeit selber zu lernen, sich von einem „Auslöser" ab zu wenden oder sich in der Nähe davon entspannt zu verhalten, gewinnt der Hund Vertrauen zu sich, zu seinem menschlichen Umfeld und insgesamt kann er brenzlige Situationen mit mehr Zuversicht herangehen. Es gibt dem Hund Raum und Zeit, um im eigenen Tempo mit Begegnungen klar zu kommen und emotional um zu lernen. 

Was braucht es dazu:

  • Ein menschliches Umfeld, das lernt, die Körpersprache und Signale seines Hundes richtig zu verstehen.
  • Ein menschliches Umfeld, das bereit ist, dem Hund Zeit und Raum zu geben. Das heißt: in kleinen Schritten zu arbeiten und auf notwendiger Distanz zu trainieren. Je kleinschrittiger das Training, desto schneller und nachhaltiger sind die Resultate.
  • Ein menschliches Umfeld, das bereit ist, sich aus dem Trainingsmodus etwas zurück zu nehmen und nicht ständig dem Hund etwas an zu sagen.
  • Ein respektvolles doch effektives Leinenhandling. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer durchhängenden Leine und eine Position im Gleichgewicht von Hund und Mensch.
  • Ein Umkehrsignal oder „gehen wir"- Signal.
  • Natürlich ist es von Vorteil, wenn der Hund die Basiserziehung hat und auch mit Spielzeug motivierbar ist.
  • Einen Sparring Partner. Das kann ein andere Hund oder Mensch sein, das kann ein Stoffhund sein, oder Pferde auf der Koppel. Das, was für den Hund im Alltag ein Auslöser seiner Reaktionen ist, wird halt beim Training eingesetzt.
Wie können Sie mit Ihrem Hund bei mir „BATTEN"?
  • Sie besuchen eins meiner Seminare zum Thema Reaktivität an der Leine
  • Sie absolvieren zunächst ein Einzelabo, wo die Basics der Erziehung und des Instrumentarium erlernt werden und können dann:
  • Sich anmelden zum BATPartnerTraining, wo wir terminlich fleixibel und individuell  jeweils mit einem anderen Hund in der freien Landschaft einen Spaziergang simulieren während der andere Hunde in Sicht bleibt. Wir machen es von dem jeweiligen Hund abhängig, ob er Kontakt haben kann oder soll oder erst später. (€35,00/Hund, €80,00 für Abo von 3, €150,00 für Abo von 6)
  • Sich anmelden für einen BAT Praxis Tag.(Siehe Terminkalender) - dies allerdings wenn Sie schon Erfahrung mit BAT haben. 

Beim B.A.T Training und generell beim Verhaltenstraining geht es mir an erster Stelle nicht darum, dass Ihr Hund mit anderen Hunden in nächster Nähe umgehen kann (Spielen, begrüßen, schnüffeln), sondern vielmehr darum, dass Ihr Hund einen anderen Hund sichten kann oder an ihm vorbeilaufen kann, ohne dass er reaktiv wird. Auch Hunde ohne Begegnungsprobleme oder Junghunde profitieren von diesen Trainings da sie in diesen trainings erst recht ein höfliches Verhalten erlernen.

Wenn Sie weiter weg wohnen und dennoch regelmässig unter Begleitung BAT Trainings wahrnehmen möchten, dann finden sie hier eine Liste mit Kollegen und Kolleginnen, die aktiv an einem BAT Seminar teilgenommen haben, ihre Fähigkeiten regelmässig weiter aktualisieren und auch das BAT so verstehen, wie es gedacht ist.

Alternativ können Sie sich für eine Intensivwoche oder für IntensivTage bei mir interessieren. hier klicken