Erziehung - Warum eigentlich?

erziehungErziehung ist Freiheit. Das ist ein Spruch, auf den ich durch die intensive Arbeit mit unserem Ilios von alleine kommen durfte. Je besser der Hund trainiert ist und je intensiver das System der Signale erlernt wurde, desto mehr Freiheit kann er draußen genießen. Wenn er uns interessant genug findet, wird er nicht ausbüxen, wenn er genug Motivation und Information von uns erhält, wird er sich gut abrufen lassen, wenn wir das Lernen an Spaß koppeln, wird er voll und ganz „mitmachen" und Freude am Zusammensein haben, auch draussen. So können wir absolut auf Starkzwangmethoden wie Stromhalsband (das übrigens gesetzlich verboten ist) und sonstige Ferntrainingsmethoden aber auch auf Drohgebärden, laute Stimme und Korrekturen verzichten. Und das ist kein Lippenbekenntnis.

Das Endziel meines Erziehungsprogramms ist, dass irgendwann beim alltäglichen Gassi Gehen auch auf Schleppleinen und sonstige einschränkende Hilfsmittel verzichtet werden kann. Sicherlich empfehle ich manchen Kunden sicherheitshalber anfangs die Benutzung der Schleppleine aber eben nur zur Hilfe, bis das Ziel erreicht ist.

Mir ist es wichtig, hier zu erwähnen, dass Erziehung nicht nur in der einen Stunde Hundeschule geschieht, sondern Tag für Tag, Minute für Minute. Hunde sind äußerst intelligente Wesen und versuchen sich in jedem Moment aus dem Umfeld und aus der Situation ihre Lektionen und Verstärker zu holen und ja, soviel wie möglich aus dem Leben zu holen.

Zum erfolgreichen Training gehören: Respekt vor den mentalen, emotionalen und körperlichen Befindlichkeiten des individuellen Hundes, Kenntnis und Wahrnehmung seiner Körpersprache,  saubere Signalgebung, wiederholte Übungen mit gesteigerter Ablenkung, eine vorausschauende Person (unerwünschtes Verhalten verhindern), Unterbrechen von unerwünschtem Verhalten, praxisorientierte Übungen und ein auf den Hund ausgerichtetes und effektives Belohnungssystem.