Kira Juni 2016

 

 

In diesem Monat berichten wir über KIRA. Eine kleinere Schäferhund Mixhündin aus Ungarn.

Sie kam als verängstigter und sehr unsicherer Hund zu ihrer jetzigen Familie. Dort bekam sie die Zeit, die sie brauchte um sich ein zu leben und ihre größte Angst ab zu legen. Berühren war erst mal nur sparsam und mit viel Distanz möglich. Ihre Menschen haben ihr jedoch Zeit gegeben und sie selber die Distanz verkürzen lassen. Heute sucht sie vehement Körpernähe und Streicheleinheiten.
Es wurde bald auch mit Einzeltraining angefangen. Als Kira ihre anfängliche Scheu ablegen konnte, kam es schon öfter vor, dass sie andere Hunde ankeifte. Das kann schon mal vorkommen bei Hunden, die durch eine Umplatzierung - egal wie positiv diese auch zu werten ist - erst mal komplett verunsichert sind. Mit der Zeit gewinnt es das Selbstbewusstsein und die Lebensfreude von der Angst und dann können sich auch schon mal andere Verhaltensweisen entwickeln.

Als ihre Familie nach längerer Pause wieder ins Einzeltraining kam, war ich erstaunt. Meistens ist es so, dass nach einer Pause viele der trainierten Signale nicht mehr funktionieren oder nicht mehr so gut umgesetzt werden können. Weit gefehlt, mit Kira wurde täglich beim Spazierengehen weiter geübt, so wie es sich jede Hundetrainerin wünschen würde. Und das Resultat könnte sich sehen lassen: die Umorientierung blitzschnell und perfekt und der Abruf ebenso.

Blieb jetzt nur noch das etwas auffällige Verhalten bei den Begegnungen zu trainieren. Wir haben Kira in die Gassipartner Trainings genommen, wo wir mit BAT dem Hund ein de-eskalierendes Verhalten beibringen, bzw. wo der Hund dies selber entwickeln kann. Bingo, bereits im ersten Training reagierte Kira positiv auf diese ihr angebotene Möglichkeit. Dadurch bekamen wir 2 Baustellen in einem Schlag weg, weil Kira nämlich auch mal forsch mit Menschen umgehen konnte. All das gehört nun zur Vergangenheit. Eine schöne Story, mit Happy End, das noch lange kein Ende ist!